Super 8 Filmformat wiki
Super 8, ein 8 mm Schmalfilm-Filmformat, wurde von Kodak 1964 vorgestellt und 1965 eingeführt. Dieses Filmformat war hauptsächlich für den Privatbereich gedacht, um Urlaube oder Familienfeste in bewegten Bildern festhalten zu können. Der Normal-8-Film wurde weiterentwickelt. An der größeren Bildfläche sowie der feinen Perforation kann der Super-8-Film vom Normal-8-Film unterschieden werden. Doppel-8-Filme wurden jeweils zweimal in der Kamera belichtet und nach der Entwicklung des Films mittig auseinander geschnitten. Dagegen können Super-8-Filme lediglich mittels Super-8-Filmprojektor abgespielt werden.
Zwei der Entwicklungslabors für die Super-8-Filme in Deutschland ist Andec in Berlin sowie in den Niederlanden S8 Reversal Lab in Rotterdam. Jedoch ist die Entwicklung veralteter Filmsorten teuer, so dass es meist günstiger ist, über den Internetversandhandel neue Filme zu kaufen. Bis 2006 betrieb Kodak sein eigenes Labor zum kostenfreien Entwickeln des Kodachrome 40. 2010 wurde die letzte Kodachrome 40 entwickelt. Zudem ist die Selbstverarbeitung von nahezu allen Super-8-Filmen möglich. Für das Entwickeln der Super-8-Filme wird neben der Chemie ebenso eine Dunkelkammer benötigt, etwas Experiementierfreudigkeit sowie ein geeigneter Entwicklungstank.
Die Vorteile im Abtasten und Digitalisieren von Super-8-Filmen besteht insbesondere für jüngere Filmer in der leichteren Handhabbarkeit, den überschaubareren Kosten, der Schnittarbeit sowie sonstigen visuellen Manipulationsmöglichkeiten. Super 8 kann auf alle beliebigen analogen und digitalen Videoformate abgetastet werden. Super 8 ist nicht nur PAL- sondern ebenso HD-tauglich. Der Film wird beim einfachen Abfilmen zumeist auf eine Lein- oder Zimmerwand oder Papier projiziert, um anschließend einfach mittels elektronischer Kamera abgefilmt zu werden.
Da die Projektor- und Kamera-Bildgeschwindigkeit vollkommen getrennt sowie asynchron laufen, treten starke, schnelle Helligkeitsschwankungen (berüchtigtes Flimmern) auf und das Videoergebnis weist aus optiktechnischen Gründen zu den Rändern hin eine starke Abdunklung sowie in der Bildmitte viel zu große Helligkeit in der Bildmitte, wodurch der so genannte Hotspot entsteht. Mit Veränderungen In Bildhelligkeit kommt die automatisch betriebene Kamera schlecht klar, häufig verstellt sich der Autofokus. Dies führt zu gravierenden Unschärfen. Ähnlich verhält sich der schwankende automatische Weißabgleich. Aus diesen technischen Gründen ist ein professionelles Abtasten der Super-8-Filme zu bevorzugen, welche mit professionellen Filmabtastern arbeitet.
