Filmlook wiki
Zuerst muss festgestellt werden, dass der Begriff Filmlook variabel und kontinentalen Veränderungen unterworfen ist. In Japan sind entgegen zu europäischer oder amerikanischer Meinung äußerst weiche Bewegungen und harte Bildkanten wesentlich beliebter, als Filmbilder, die auf 35mm-Filmen entstanden sind. Wo in Europa weiche Aufnahmen und ansehnliche Bilder mit Filmlook verbunden werden, haben Japaner eine vollkommen andere Auffassung, was unter Filmlook zu verstehen ist.
Der Begriff Filmlook beschreibt die Eigenschaft von Aufnahmen, die auf Filmtape gebrannt sind und über einen Projektor abgespielt werden. Hier denkt der Zuschauer direkt an die Aufnahmen, die aus Hollywoodfilmen bekannt sind. Der Film hat wesentlich günstigere Eigenschaften und eine höhere Auflösung als ein Video. Das chemische Material, aus dem Film hergestellt wird, kann dunkle Filmstellen sehr gut wiedergeben, ohne dass die Farbe in Schwarz abdriftet, ebenfalls ist der Kontrast zwischen hellen Filmen gut dargestellt. Eine weitere Eigenschaft des Films ist die weiche Wiedergabe, das heißt, dass es keine harten Kanten zwischen hellen und dunklen Farbflächen gibt. Harte Bilder werden jedoch von japanischen Filmemachern vorgezogen.
In der Praxis wird von Videofilmern und Digitalfilmern gerne versucht, den Filmlook, der Film klassifiziert, durch bestimmte Merkmale nachzuahmen. So wird Videos gerne Grain, welches bei Film aus Punkten besteht, die sich bei der Belichtung dreidimensional auf den Film legen, hinzugefügt. Im Resultat soll das Ergebnis echt wirken, also ein Bild wiedergeben, welches das menschliche Auge aus natürlich erkennt. Bei genauerer Betrachtung werden die Pixel, mit denen das analoge Bild vom Film zu imitieren versucht wurde, jedoch leicht entlarvt. Da Film auch nicht weiß abgeglichen werden kann, erscheint Sonnenlicht zum Beispiel gerne bläulich. Videofilmer nutzen den Weißabgleich, womit sie sich stark vom Film abgrenzen.
Kurz zusammengefasst lässt sich zudem sagen, dass sich der Filmlook auf drei Punkte beschränken lässt. Der erste Punkt ist die charakteristische Bewegung. Entgegen dem Video werden auf Film nur 24 Bilder in der Minute gebrannt. Durch Verlangsamung der Aufzeichnung wird beim Video versucht, die Dynamik des Films in das Video zu implizieren. Der zweite Punkt ist die Grauabdeckung und der Kontrast. Hier wird versucht, durch Bearbeitung dem Video den Filmlook zu verpassen. Beim dritten Punkt wird mit dem Graineffekt gearbeitet. Hier soll, wie schon erwähnt, das analoge Bild imitiert werden und das Bild den Filmlook erhalten.
