Codec wiki

Das Wort Codec ist ein Kunstwort. Der tatsächliche Ursprung dieses Wortes lässt fast nicht mehr eindeutig klären. Die wahrscheinlichste Erklärung für das Wort liegt bei den englischen Wörtern coder und decoder, aus welchen letztendlich Codec zusammengesetzt wurde. Es kann aber auch aus den deutschen Wörtern codieren und decodieren entstanden sein.

Ursprünglich dienten Codecs zum Umwandeln von analogem Audio-, Video- oder Bildmaterial in digitale Daten. Ebenso wurden Codecs verwendet, die digitalisierten Daten wieder analog auszugeben. Da dies nie ohne Qualitätsverlust möglich war, begann man, mit Codecs das analoge Material zu komprimieren sowie später wieder zu dekomprimieren. Dadurch wurde es möglich, mehr digitale Daten zu speichern, zu bearbeiten und zu verarbeiten. Dies war aufgrund der riesigen Datenmengen, die bei dem Digitalisieren entstanden, auch zwingend notwendig, zumal die Speicherkapazität von Festplatten und anderen Datenträgern weitaus limitierter waren, als sie es heute sind. Mit der Einführung von CDs, spätestens aber mit der Einführung von DVDs, war die Verwendung von Codecs nicht mehr nur auf Computer beschränkt. Seit sich digitale Aufzeichnungsgeräte immer weiter verbreiten, ob es nun Audioaufnahmegeräte sind oder auch Fotoapparate sowie Videokameras sind, werden Codecs nicht mehr nur zum Digitalisieren von analogen Aufnahmen, sondern auch zum direkten Digitalisieren verwendet.

Mittlerweile gibt es unzählige Codecs. Der Hauptgrund dafür liegt darin, dass es immer mehr Einsatzmöglichkeiten und dementsprechend unterschiedliche Ansprüche an die Komprimierung für digitale Daten gibt. Sie werden verstehen, dass man Videos für einen Datenträger mit großer Speicherkapazität, wie zum einer Blu Ray, weitaus weniger komprimieren muss, als man es mit einem Video für das Internet machen muss, da die Übertragungsrate des Internets noch immer recht begrenzt ist. Doch die Vielzahl an unterschiedlichen Codecs bietet nicht nur Vorteile. Da das Abspielgerät, mit welchem Sie die codierten Daten nutzen möchte, über den gleichen Codec zum Dekomprimieren verfügen muss, mit welchem die Daten komprimiert wurden, kann es schnell geschehen, dass Sie sich beispielsweise ein Video nicht ansehen können. Falls Sie nun einen Computer als Abspielgerät verwenden, ist dieses Problem meist leicht zu beheben. Normalerweise brauchen Sie dazu nur ein sogenanntes Codec Pack zu installieren. Sie sollten jedoch nur die Codecs installieren, die Sie wirklich benötigen, da sich sonst die Codecs untereinander in die Quere kommen könnten oder Ihr Betriebssystem durch mehrfach installierte Codecs instabil werden kann. Wenn Sie die digitalen Daten aber mit einem DVD-, einem Blu Ray- oder einem anderen Media-Player abspielen möchten, ist meist ein Firmwareupdate notwendig, falls sich das Codecproblem überhaupt beheben lässt.