CCD-Sensor wiki

So manches mal findet Industrie etwas was sie gar nicht suchte und das was sie findet wird dann ein Erfolg. Ein schönes Beispiel dafür ist der CCD Sensor. Ursprünglich entwickelt um als Datenspeicher zu dienen, wurde schnell klar das mit diesem Chip etwas anderes viel besser bewerkstelligt werden konnte.

Das Prinzip beruht auf der Fotoempfindlichkeit der Halbleiterelektroden die den Chip flächendeckend überziehen. Auftreffendes Licht überträgt seine Energie auf den Chip und löst freie Elektronen aus der fotoempfindlichen Schicht. Diese werden jedoch nicht abgeleitet - wie bei einer Fotodiode - sondern werden in der Speicherzelle selbst gespeichert. Bei Überbelichtung haben diese Elektronen die Tendenz auf die Nachbarzelle über zu wechseln. Dies kann jedoch mit einem anti-blooming-gate verhindert werden.

Nach Beendigung der Aufnahme werden die freien Elektronen wie in einer Eimerkette zum Ausleseverstärker weiter geleitet und dort wird das Bild dann interpretiert.
Der größte Vorteil ist auch zugleich ein Nachteil. Der Chip reagiert auf jede Art von Energiestrahlung mit dem Freisetzen von Elektronen. Also auch auf Wärmeeinwirkung. Es ist jedoch gelungen heutige Chips besser dagegen abzuschirmen als dies noch von Jahren möglich war.

Durch das wirklich breite Einsatzgebiet der CCD Sensoren sind sie in der Astronomie ebenso einsetzbar wie bei Röntgen, UV oder Infrarotstrahlen. Auch bei Camcordern werden sie in allen Preissegmenten erfolgreich eingesetzt.