3D Kamera wiki
Zwar steckt die 3D Kamera Technik noch vergleichsweise in den Kinderschuhen, in den letzten Jahren wurden aber große Fortschritte bei der Entwicklung gemacht, sodass seit einiger Zeit schon die ersten 3D Kameras für den Endverbraucher in den großen Elektronikmärkten angeboten werden.
Die ersten Kameras, die dreidimensionale Bilder aufnehmen konnten, wurden bereits Anfang der 50er Jahre entwickelt, leider waren die Ergebnisse damals noch wenig zufriedenstellend.
Eine 3D Kamera funktioniert immer nach genau demselben Prinzip: Bei der 3D Kamera sind zwei Objektive vorhanden, die in einem Abstand zueinander stehen, der in etwa dem Abstand zwischen zwei menschlichen Augen entspricht. Mit Hilfe von verschiedenen Techniken kann die 3D Kamera so ein räumlich wirkendes Bild aufnehmen.
Die meisten 3D Kameras arbeiten mit stereoskopischen Bildern, wodurch ein dreidimensionaler Eindruckt erzeugt werden kann. Entweder werden zwei separate Kameras dazu benutzt oder eine einzelne 3D Kamera mit zwei Objektiven, die einen Abstand von durchschnittlich 64 mm zueinander haben.
Doch nicht jede 3D Kamera hält diesen Abstand ein. Manch eine 3D Kamera arbeitet mit einem Objektivabstand von 77 mm, womit ganz spezielle Effekt erzeugt werden können. Das menschliche Auge ist darauf ausgelegt, Gegenstände dreidimensional zu sehen, die in einem Abstand bewegt werden, der in etwa der Entfernung von den Augen zu den Händen entspricht. Mit diesem größeren Objektivabstand können Bilder im Film optimal in 3D aufgenommen werden. Die 3D Kamera arbeitet dann am besten in einem von 5 Metern zum aufgenommenen Gegenstand, was der durchschnittlichen Entfernung von der Kamera zum aufgenommenen Bereich in einem Film entspricht.
Weil die ersten Kinosäle in den letzten Jahren mit der neuartigen 3D-Technik ausgestattet wurden, lastete ein großer Druck auf den großen Herstellern, die erste 3D Kamera überhaupt für den Endverbraucher zu entwickeln. Die Aufnahmen dieser Kameras sind in der Regel im High Definition (HD) Format, also entweder 1920x1080 Pixel oder in 1280x720 Pixel in 16:9.
Zwar wären in der Theorie auch größere Auflösungen möglich, diese Auflösung entspricht aber den meisten TV-Geräten auf dem Markt. Man muss bedenken, dass es sich dabei nicht um eine professionelle 3D Kamera handeln kann. Die Preise für eine Profi 3D Kamera übersteigen die Preise einer Kamera für Laien um ein Vielfaches.
Es ist zu erwarten, dass die 3D Technik in den nächsten Jahren riesige Fortschritte machen wird. Die Konkurrenz ist im Moment schon sehr groß. Zwar haben einige Hersteller bereits sehr früh ihre erste 3D Kamera vorgestellt, die Aufnahmen sind aber im eher unteren Bereich des Annehmbaren.
