35mm Filmkamera wiki

Die Geschichte des 35mm Kamera - Formates ist lang. Bereits im Jahr 1893 führte William Dickson dieses Format ein. Ursprünglich für war das Format für Kinofilme gedacht und so wurde es auch anfänglich ausschließlich dafür eingesetzt. Im 35mm Kamera - Format gedrehte Filme haben je 4 Perforationslöcher auf beiden Seiten pro Bild. Die Löcher dienen zum Weitertransport des Filmes. Aus der vollständigen Ausnutzung der neben der Perforation verbleibenden Filmbreite ergab sich das Bildformat. 1:1,33 Höhe zur Breite war in der Stummfilmzeit das Format der Kinofilme.

Etwa zwanzig Jahre nach der Einführung des 35mm Kamera - Formates entwickelte Oskar Barnack den ersten 35 mm Film - Fotoapparat, die Ur-Leica. Eigentlich war auch die erste 35mm Kamera für Zwecke am Set gedacht. Mit ihr konnten Lichtverhältnisse eingefangen werden. Die kurzen Filme ließen sich über Nacht schnell entwickeln. So wurde es bei Filmaufnahmen möglich die Lichtverhältnisse der Vortagesdrehs wieder möglichst exakt am nächsten Tag anzugleichen. Die Ur-Leica war sowohl ein praktisches Hilfsmittel am Set für Kurzfilme, das auch der Ursprung der späteren 35mm Kamera für Fotozwecke.

Der Tonfilm für das 35mm Kamera - Format


Das Format für die Filme der 35mm Kamera änderte erst, als der Tonfilm eingeführt wurde. Nach anfänglichen Versuchen den Ton mittels eines Plattenspielers parallel zum Film laufen zu lassen war schnell klar, dass der Film selbst zum Tonträger werden musste. Der Lichtton wurde erfunden, um ihn auf dem Film speichern zu können, musste das Bildformat angepasst werden. Die Idee des Lichtformates war, den Ton als belichteten Streifen zu speichern. Die unterschiedlichen Töne und Tonlagen wurden durch unterschiedliche Helligkeitsstufen dargestellt. Da der Tonstreifen seitlich vom Bild angesiedelt war, musste das Bild selbst also nach weiter zur Perforation wandern. So wurde der benötigte Platz für den Tonstreifen geschaffen und das neue Bildformat war jetzt 1:1,37.

Die Filmvorführung war nicht immer störungsfrei


Für die nächsten etwa 30 Jahre änderte sich zwar die Qualität der 35mm Kamera, die Technik wurde immer weiter verfeinert, doch das Filmformat blieb weitestgehend gleich. Erwähnenswert ist noch der Umstand, der Feuergefährlichkeit des damaligen 35 mm Filmmaterials. Wurde das Material zu hoch erhitzt, beispielsweise durch die Lampe des Filmprojektors, konnte es blitzschnell in Flammen aufgehen. Auch kam es immer wieder vor, dass die Filme während der Vorführung rissen. Eine Klebemaschine gehörte daher zur Grundausstattung eines jeden Projektorraumes.

Cinemascope und Breitwandfilme


Mit der fortschreitenden Entwicklung der 35mm Kamera und des Filmmaterials, ergab sich die Möglichkeit immer qualitativ bessere Bilder, auf den Film zu bannen. So wurde das Cinemascope (Bildformat 1:2,35) entwickelt. Die Bilder, zunächst auf dem Film auf 2:1 gestaucht, wurden im Projektor wieder entzerrt. Der große Nachteil dieses Formates war, das der Projektor neben dem Objektiv noch mit einem Konverter ausgestattet werden musste. Dieser war teuer und so konnten sich kleinere Filmvorführungen die Technik nicht leisten. Der Ausweg war der Breitwandfilm. Unnötige Bilderteile wurden einfach durch einen schwarzen Steifen oben und unten abgedeckt und somit das Bild entzerrt. Breitwandfilme gibt es in zwei Formaten, 1:1,66 für Europa - 1.1,85 auf der übrigen Welt.

Die 35mm Kamera hat all diese Formatwechsel überstanden und wurde erst im digitalen Zeitalter nach und nach durch Digitaltechnik ersetzt.

Weiterführende Links:
35mm Film
Arri
Panavision
35mm HighSpeed Kamera von Photo-Sonics, Inc.